Atmen Sie gemeinsam sichtbar ein, zählen Sie bis vier, pusten Sie wie eine Kerze doppelt so lang aus, machen Sie eine Minipause und wiederholen Sie. Ein kleines Windrad, Seifenblasen oder die eigene Hand als „Blume“ machen den Ablauf greifbar, spielerisch und überraschend kraftvoll wirksam.
Sanfter Tiefendruck beruhigt das Nervensystem. Wandliegestütze, die „Käferdecke“ mit festem Einwickeln oder ein schweres Kissen auf den Oberschenkeln geben Halt, ohne einzuengen. Vereinbaren Sie vorher ein Signal für Stopp. So bleibt Selbstbestimmung erhalten und Sicherheit wird körperlich spürbar, freundlich und respektvoll.
Drei Runden Tiergang genügen oft: Bärengang langsam, Krabbengang rückwärts, Froschsprünge enden im leisen Hocken. Der Fokus verschiebt sich von Ärger in Koordination und Kraft. Danach kurz Wasser, tief ausatmen, Schulter kreisen, Blick nach draußen. Kleine Abfolge, große Wirkung, überall schnell einsetzbar.
Was hast du gemerkt? Was hat geholfen? Was probieren wir als Nächstes? Diese drei Fragen sind offen, nicht suggestiv, und stärken Selbstbeobachtung. Schreiben Sie Antworten stichwortartig auf eine Karte. Beim nächsten Mal erinnert die Karte an gelingende Wege, statt alte Kämpfe neu zu beleben.
Zwei tiefe Atemzüge statt Schreien sind ein echter Fortschritt. Markieren Sie solche Momente sichtbar: Sticker, kleiner Eintrag ins Mut‑Heft, gemeinsames Lächeln vor dem Spiegel. Anerkennung verstärkt hilfreiches Verhalten, ohne Belohnungsdruck. So wächst innere Motivation, die beim nächsten Wackelmoment zuverlässig abrufbar bleibt.
Halten Sie drei konkrete Schritte fest: Signal, erste Handlung, Abschluss. Beispiel mit Tim: Hand aufs Herz, gemeinsam pusten, dann Fenster auf. Visualisieren Sie den Plan mit einfachen Bildern. Üben Sie einmal täglich kurz in Ruhe. Rituale werden durch Wiederholung stabil, schnell abrufbar und vertrauensstiftend.
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